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LadySaphira

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Bruno, Chef de police

Bruno, Chef de police - Martin Walker Der Einstieg in das Buch fiel mir recht schwer. Der erste Teil des Buches beschäftigt sich ausschließlich mit der Landschaft des Perigords, dem Essen, den Menschen und natürlich mit Bruno. Vor meinem geistigen Auge entsteht ein Bild von ihm, dass irgendwo zwischen dem jungen Tom Cruise und König Artus angesiedelt ist.die Ruhe in PersonNichts und niemand scheint ihn aus der Ruhe bringen zu können und der Grundsatz “hilfreich, edel und gut” scheint von ihm erfunden worden zu sein. Das er bei den Ermittlungen zu dem Mord an dem alten Araber mehr oder weniger außen vor ist, lässt ihn noch nicht einmal gedanklich fluchen.ein braver PolizistWas natürlich nicht heißt, das er nicht trotzdem ermittelt, aber er teilt seine Erkenntnisse bereitwillig mit Kollegen und Vorgesetzten – ganz wie es die Vorschriften verlangen. Dank seiner Recherchen stellt sich irgendwann dann auch das Mordmotiv heraus.wenig KrimiLeider nimmt der wirklich gut konstruierte Kriminalfall und seine verblüffende Auflösung nur den geringsten Teil des Buches ein. Der größte Teil wird von langatmigen Lanschaftsbeschreibungen, kulinarischen Spezialitäten und Brunos Privatleben beherrscht.nicht mein TypIch gestehe, ich konnte mit Bruno nicht warm werden. Menschen ohne Ecken und Kanten sind mir einfach suspekt. Das einzige, was mir nachhaltig in Erinnerung geblieben ist, ist eine Szene ziemlich am Ende: Bruno wässert morgens nackt (!) seinen Garten, stand vor einem Gemüsebeet und urinierte lustvoll in dasselbe, was seine Freundin unter Beifall mit “Magnifique” kommentierte.Es gibt Beschreibungen, auf die ich gerne verzichte :-)Mein Fazit:Für Frankreichfans sicherlich eine nette Lektüre, aber eindeutig mehr Roman als Krimi. Aber man kann auf jeden Fall einiges über die jüngere, französische Geschichte lernen.