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LadySaphira

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Blonder Kaviar

Blonder Kaviar - Stephan Schwarz Im Gebüsch eines Autobahnrastplatzes wird die grausig zugerichtete Leiche einer jungen Frau gefunden und zunächst einmal müssen Felix Büschelberger und sein Team herausfinden, wer die junge Frau war. Niemand scheint sie zu vermissen und der einzige Ansatzpunkt für die Ermittlungen sind ihre osteuropäischen Gesichtszüge. Der anfängliche Verdacht, dass das Opfer illegal in Deutschland war und als Prostituierte gearbeitet hat bestätigt sich, als eine Kollegin aus Ukraine eintrifft, die einem Ring von Menschenhändler auf der Spur ist und das tote Mädchen identifiziert. Was die Ermittlungen dann aber nach und nach offenbaren übertrifft selbst das Vorstellungsvermögen der routinierten Kommissare…Mein Eindruck:Blonder Kaviar ist eine rasant geschrieben, gut konstruierte Geschichte die tief in Abgründe des Rotlichtmilieus führt. Während des Lesens beschleicht mich immer mal wieder dieses “Oh Gott – so etwas kann es doch nicht wirklich geben” – Gefühl, aber viel Zeit zum Nachdenken bleibt dank dem rasanten Handlungsverlauf ( vorerst) nicht. Immer wieder überschlagen sich die Ereignisse und auch wenn ich ziemlich schnell einen Verdacht hatte (der sich dann auch bestätigte) tat das der Spannung und dem Lesevergnügen keinen AbbruchStephan Schwarz wirft mich als Leser gleich ohne lange Vorreden mitten in’s Geschehen, denn das Buch startet mit den letzten Minuten im Leben der jungen Prostituierten Mariola und die sind mehr als grausam. Erst dann lerne ich so nach und nach das etwas ungewöhnlich Ermittlerteam aus Frankfurt kennen und genau dieses Team unterscheidet sich erheblich von den vielen anderen Teams die mir in zahlreichen anderen Krimis begegnet sind.Frisch und unverkrampftNicht weil es aus so vielen extrem skurrilen Typen mit einer eben so extremen skurrilen Vergangeheit besteht, ganz im Gegenteil – es sind eher Menschen, die man sich genauso auch als Nachbar oder Freund durchaus vorstellen kann. Sicherlich mit der einen oder anderen liebenswerten Macke, aber trotzdem mit einer gewissen Bodenhaftung.Die Art wie Stephan Schwarz eben diese kleinen Macken in die Geschichte einfließen lässt, vermittelt mir nie den Eindruck das da nun jemand krampfhaft auf der Suche nach einem neuen Ermittlertypus war. Ganz schnell fand ich eine teetrinkende Ermittlertruppe die mit einem Elektroauto unterwegs ist vollkommen normal :-) Gut – der Beruf von Büschelbergers Exfrau ist nun nicht so wirklich alltäglich, aber auch diese Geschichte fügt sich sympathisch und nachvollziehbar in die Geschichte in und erweist sich auch noch als durchaus hilfreich.Selbst eine Liebesgeschichte findet innerhalb der Geschichte noch einen Platz, die erfeulich unpathetisch ist und wie alle anderen Elemente erfrischend ehrlich und trotz aller widrigen Umstände irgendwie normal und nachvollziehbar wirkt.Mein Fazit:Blonder Kaviar hat alles, was ein guter Krimi haben muss: Einen gut konstruierten Kriminalfall, ein sympathisches Ermittlerteam, die richtige Menge an kleinen Nebenhandlungen, Verfolgungsjagden und einen Showdown – dazu kommt ein sehr angenehmer, temporeicher Erzählstil und schon hat man mich glücklich gemacht :-) Jetzt werde ich mir allerdings noch Krötenmord von Stephan Schwarz kaufen müssen, auch wenn man Blonder Kaviar auch durchaus ohne den Voorgängerband lesen kann ohne das erste Buch zu kennen, aber ich habe es halt gerne komplett – jeder hat so seine Macke :-)