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LadySaphira

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Tod im Eichsfeld

Tod im Eichsfeld - Astrid Seehaus Tod im Eichsfeld lässt sich wunderbar leicht lesen, trotzdem bleibt das Buch bis zum Schluß spannend.Es ist in viele kleine Kapitel unteteilt, die das Buch chronologisch aufteilen, was es einfach machen würde zwischendurch mal eine Lesepause einzulegen. Ich habe Tod im Eichsfeld aber kaum aus der Hand gelegt und es fast in einem Rutsch durchgelesen :-)Das Buch startet mit einem heftigen Disput zwischen Jessi und ihrem Vater, Kriminalkommissar Frank Rothe. Jessi leidet darunter im Rollstuhl zu sitzen, Frank leidet darunter ihr nicht wirklich helfen zu können und der Streit zwischen den beiden bringt mir als Leser die Vorgeschichte von Vater und Tochter auf interessante, manchmal recht witzige Weise näher.Auch die wesentlichen Charaktereigenschaften der beiden werden hier präsentiert, ohne mich zu langweilen. Der Umzug von Jessi und Frank in die Provinz soll die beiden wieder ein bisschen näher bringen und ein Neuanfang sein. Sowohl der manchmal recht verzweifelte Vater wie auch seine pubertäre, schlagfertige Tochte sind mir auf Anhieb sympathisch. Die Probleme die beide beim Eingewöhnen haben, ziehen sich als roter Faden durch das ganze Buch.Der Kriminalfall, der Mord an Landwirt Stahlmann ist gut konstruiert und im Laufe der Geschichte kommen immer mehr Motive und immer mehr Verdächtige zum Vorschein. Hier werden dann auch meine leichten Vorurteile gegen das Leben auf dem Dorf bedient :-) Friedlich und idyllisch ist es hier nur vordergründig und ich fühle eine leichte Sympathie für den mir noch unbekannten Täter, je mehr ich über das Opfer und seine Nachbarn erfahre.Mir gefällt Astrid Seehaus’ Schreibstil ausgesprochen gut. Er ist flott, lässt sich flüssig lesen, ihre Charaktere sind sehr lebendig beschrieben und obwohl ich noch nie in Thüringen, geschweige denn in Böseckendorf war, fühle ich mich dank der Beschreibungen von Land und Leuten schnell heimisch.