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LadySaphira

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Eiskalte Ekstase: Ein Frankfurt-Thriller

Eiskalte Ekstase (Jim Devcon, #3) - Eva Lirot Manni und Joe, zwei Junkies, lassen sich mitten in der Nacht auf einem U-Bahnhof von einem Fremden zu einem lukrativen Job überreden. Fünfzig Euro für jeden von ihnen für die Teilnahme an einem kleinen Experiment.Die beiden begleiten ihren Auftraggeber zu dessen Haus und anschließend in sein Labor. Auch wenn ihnen nach und nach immer mehr Zweifel an dem Job kommen lassen sie sich, gedrängt von dem Fremden und der eigenen Geldgier, immer weiter darauf ein.Kurze Zeit später wird Hauptkommissar Jim Devcon zu einem Leichenfund gerufen, der selbst hartgesottenen Kriminalbeamten den Magen umdreht und es bleibt nicht bei diesem einen Fund.Zeitgleich werden Videos von angeblich wissenschaftlichen Experimenten in diversen sozialen Netzwerken und auf anderen Plattformen veröffentlicht. Alle diese Experimente enden tödlich.Der öffentliche Druck auf die Ermittler wächst beinahe stündlich, die Tatsache, dass es keinerlei Anhaltspunkte gibt und auch die intern miese Stimmung wirkt sich nicht unbedingt positiv auf das Ermittlerteam aus. Auch Devcons Vermutung es hier mit Gegner aus seiner Vergangenheit heizt die schlechte Stimmung weiter an. Aber Devcon verfolgt seine Idee weiter …Mein Fazit:Eiskalte Ekstase ist nicht der erste Thriller, den ich gelesen habe und sicher auch nicht der schockierendste, aber es ist auf jeden Fall ein absolut spannendes, packendes Buch.Die sehr bildhaft beschriebenen Folterszenen schlugen mir dabei allerdings weniger auf den Magen, als auf die Nerven. Der Täter beherrscht es meisterhaft Menschen in seinem Sinne zu manipulieren, Menschen die es bis dahin sicher auch weit von sich gewiesen hätten, zu solchen Dingen fähig zu sein oder in der Form manipulierbar zu sein.Ein weiterer Punkt, der mich sehr nachdenklich gestimmt hat, ist die Art und Weise wie der Täter hier allseits bekannte Internetplattformen für seine Zwecke nutzt. Auch wenn diese Plattformen hier metube und facetube heißen – jeder der in sozialen Netzwerken unterwegs ist, weiß wie schnell sich Videos jedweder Art dort verbreiten oder wie schnell man dort vermeintliche Freundschaften schließt und leider sind auch in der Realität reichlich Psychopathen bequem und anonym dort unterwegs.Wahrscheinlich ist genau das der Punkt, der mich mehr schockiert als diese Folterszenen – es ist so erschreckend real und man überdenkt sein eigenes Verhalten auf diesen Plattformen mal wieder.Erzählt ist die Geschichte, vor allem die immer wieder eingestreuten Gedanken und Gedichte des Täters, sehr distanziert und beinahe emotionslos, so wie der Täter auch agiert.Kurze Kapitel die abwechselnd mal den Täter, mal die Polizei begleiten führen temporeich durch die Geschichte und die Spannung bleibt bis zum Showdown erhalten. Hier fehlten mir dann aber ein paar mehr Hintergründe zum Motiv des Täters, nicht um diesen besser zu verstehen, es gibt Menschen, die will ich gar nicht verstehen, sondern um die Geschichte irgendwie ein bisschen mehr abzurunden :-)Eva Lirot beherrscht ihr Handwerk genauso meisterhaft wie der von ihr erschaffene Täter und ich kann Eiskalte Ekstase jedem Thriller-Fan uneingeschränkt empfehlen.