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LadySaphira

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Judas 1: Kinder des Judas

Kinder des Judas - Markus Heitz Gut getarnt lebt Sia mittlerweile in Leipzig und wacht über ihre Nachkommen, Elena und deren Tochter Emma, denen sie ihr eigenes Schicksal ersparen möchte.Als sie eines Nachts mit ihrem Motorrad durch das verschneite Leipzig nach Hause fährt begegnen ihr zwei Autos, die ihre Aufmerksamkeit erregen. Sie beschließt ihnen zu folgen und landet so im Krematorium der Stadt. Neugierig beobachtet sie zuerst was die Leute die sie verfolgt hat dort treiben, wird dann aber, mehr oder weniger ungewollt, in einen Kampf verwickelt, den sie knapp überlebt.Als sie wenig später zu Hause eintrifft erwartet sie die nächste Überraschung. Eine ihr unbekannte Frau thront auf einem Berg von Leichen und fordert sie heraus.Im Verlauf des Kampfes stellt sich heraus, das Sia es hier mit einem alten Feind aus ihrer Vergangenheit zu tun hat und der will nur eins – Rache!Mein Eindruck:Um Judassohn ist der Nachfolgeband von Kinder des Judas, allerdings muss man weder diesen ersten Band, noch Ritus, Sanctum oder die Blutportale gelesen haben um die Handlung in Judassohn zu verstehen. Aber so ganz persönlich bin ich der Meinung, dass es nicht schaden kann :-)Zu Beginn des Buches gibt es dieses Mal einen Überblick über alle handelnden Personen und einen kurzen Überblick über die verschiedenen Vampirarten. Beides ist recht hilfreich wenn man mal ein bisschen den Überblick über das Vampir-Universum von Heitz verloren hat.Auch in Judassohn spielen die unterschiedlichen Handlungsstränge in verschiedenen Zeiten – allerdings springt Markus Heitz hier nicht gar so oft hin und her wie sonst. Neu hinzugekommene Protagonisten sind auch in Judassohn wieder sehr detailliert und facettenreich beschrieben und altbekannte Figuren werden konsequent weiterentwickelt.Der historische Teil des Buches handelt zu einem Teil während der französchen Revolution und markante Ereignisse wie z.B. die Erstürmung der Bastille hat Heitz geschickt in die Romanhandlung eingebunden und mit seiner Geschichte verknüpft.Die Geschichte startet in der Gegenwart mit Sia und ihrem Zusammentreffen mit einem ihrer Feinde aus der Vergangenheit und wechselt dann zu Tanguy, einem Schilfbauer der Ende des 18. Jahrhundert gelebt hat. Eine Weile begleitet die Geschichte ihn auf seinem Weg, dann betreten die Vampire Sandrine und Dominic de Marat die Bühne.Die Eine schlägt sich irgendwie zwischen ausschweifenden Mahlzeiten und ebenfalls sehr ausschweifenden Liebesspielen mit ihrer Freundin nach Serbien durch, um dort neuen Problemen gegenüber zu stehen.Der Andere ist zuerst so eine Art Robin Hood unter den Vampiren und überfällt – passend zur gerade stattfindenden französischen Revolution – hauptsächlich Adelige, mutiert aber dann zum gnadenlosen Egoisten. Genau wie Sandrine führt er, trotz der stressigen Überfälle, ein noch anstrengenderes, recht detailliert und bildhaft beschriebenes Liebesleben. Nachdem er erfährt, dass auch er zu den Judaskindern gehört versucht er eine Möglichkeit zu finden den Fluch wieder los zu werden.Alle Handlungsstränge haben auf den ersten Blick nichts miteinander zu tun, spielen zeitmäßig etwas versetzt und enden alle ein wenig abrupt.Erst am Ende des Buches verrät Markus Heitz dem Leser das Geheimnis hinter den Figuren und lässt die Geschichte zu einem sinnvollen, logischen Ende in der Gegenwart kommen.Mein Fazit:Ein gelungener zweiter Teil der Judas-Trilogie. Für meinen Geschmack gab es ein bisschen viel sinnfreies Gemetzel und auch ein bisschen viel Details zum Liebesleben der Protagonisten – allerdings ist beides bei Markus Heitz Büchern nicht so wahnsinnig überraschend :-)Lesern die mit Teenie-Vampiren nichts anfangen können sondern es lieber etwas handfester, blutrünstiger und vor allem um Längen spannender mögen, denen kann ich Judassohn auf jeden Fall wärmstens empfehlen.